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MMHP
Technologie

Kein Standardweg. Wie wir 2.0-TDI-Schwachstellen erforschen und beheben.

Entwickler, Erfinder und Hersteller von Präzisionsteilen für die Automobilbranche, mit einem Zweck: Verbrennungsmotoren sollen länger halten. Keine Werkstatt, keine Fahrzeugannahme. Wir zerlegen Motoren, messen den Öldruck mit eigener Hardware an mehreren Stellen gleichzeitig und geben unsere Umrüstsysteme erst frei, wenn sie sich im Testfahrzeug bewährt haben. Jede Aufgabe beginnt anders — deshalb entsteht der Weg zu jedem Teil neu, durch die Technologien auf dieser Seite.

01

Wie wir arbeiten: Know-how und Qualität unter eigener Kontrolle.

Es gibt Arbeitsschritte, die geben wir nie aus der Hand: alles, worin unser Know-how steckt, und alles, was über Qualität entscheidet. Dafür wächst unser Maschinenpark genau dort, wo eigene, kontrollierte Bedingungen uns schneller und sicherer machen. Und es gibt Aufgaben, für die es hochspezialisierte Partner gibt, mit denen wir seit vielen Jahren arbeiten — so, wie es in der Automobilbranche üblich ist. Was sich dabei nie ändert: Die Verantwortung für das Ergebnis bleibt bei uns.

Prinzip 1

Der Weg folgt der Aufgabe

Andere Ausgangslage, anderes Material, anderes Ziel — jedes Projekt zieht seine eigene Spur durch unsere Technologien.

Darum ist unser Sortiment schmal: Unsere Entwicklungen beginnen regelmäßig mit einem zerlegten Motor, nicht mit einem Katalog.
Prinzip 2

Qualität unter eigener Kontrolle

Wo Präzision über Lebensdauer entscheidet, messen und prüfen wir selbst — mit Systemen, die es so nicht zu kaufen gibt.

Wie wir Öldruck messen — Messkette aus eigener Entwicklung
Prinzip 3

Erfinden statt nachbauen

Wo der Markt nichts Passendes hat, entwickeln wir es selbst — bis hin zu ganz neuen Produktkategorien.

So entstand die Ölpumpen-Umrüstung auf Kettenantrieb für den 2.0 TDI.

02

Das Technologie-Netz.

Vier echte Wege durch unsere Arbeit

Drei Ausgangslagen, ein Netz aus Technologien — und jedes Projekt zieht seine eigene Spur hindurch. Wählen Sie eine der vier Geschichten: Ihre Route leuchtet auf. Jede Technologie-Kachel führt per Klick zu ihrem Abschnitt weiter unten.

Übersicht · Technologie-NetzMMHP · Ausschnitt
Ohne Auswahl sehen Sie das ganze Netz. Tippen Sie eine Geschichte an — oder fahren Sie mit der Maus darüber.
Ausschnitt. Das vollständige Netz — Parameter und Details — gehört zu den Dingen, die wir nicht veröffentlichen.
03

Wir kaufen Motoren, um sie zu zerlegen.

Route 01 · Forschung
Problem im Feld→ Eigene Messtechnik→ Teardown→ Materialanalyse

Ein Schaden im Feld ist für uns kein Ärgernis, sondern ein Forschungsauftrag. Wir kaufen betroffene Motoren, zerlegen sie und vermessen jedes verdächtige Bauteil — so lange, bis die Ursache feststeht. Nicht das Symptom, die Ursache. So zeigten zerlegte Motoren und Messungen etwa, dass der direkte Ölweg über die Kolbenringe nicht erklärt, warum geschädigte Motoren 3 bis 6 Liter Öl auf 1.000 Kilometer verlieren.

Dazu kommen Testfahrzeuge im Dauereinsatz — darunter ein eigener T5 mit CFCA-Motor als feste Entwicklungsplattform — und Messkampagnen in echten Kundenfahrzeugen. Werkstoffe schicken wir in Materialanalysen und Bruchtests, bis wir wissen, wo ihre Grenzen liegen. Was wir dabei über Motoren lernen, fließt in jede weitere Entwicklung — und einen Teil davon teilen wir öffentlich in unserem Wissensbereich.

Symbolbild: geborstenes Zahnrad in der Belastungs-Prüfmaschine
Forschung · BruchtestSymbolbild
04

Besser bauen, was andere hinnehmen: der Mitnehmer.

Route 02 · Reverse Engineering — der verstärkte Mitnehmer
Problem im Feld→ 3D-Scan→ CAD→ 5-Achs-CNC→ PVD→ Prüfstand

Am Anfang steht ein Serienteil, das zu früh verschleißt — wie der Sechskant-Mitnehmer, der im 2.0 TDI die Ölpumpe antreibt. Es wird vermessen und gescannt, bis jede Fläche digital vorliegt, zusammen mit dem Bauraum, in dem es arbeitet. Die Neukonstruktion behält die Einbaumaße bei und verändert das, was zählt.

Gefertigt wird je nach Bauteil in Toleranzen bis in den Mikrometerbereich, veredelt unter anderem mit PVD-Beschichtung, freigegeben erst nach Prüfstand und Testfahrzeug. Welche Werkstoffe, welche Härteverläufe, welche Messwerte — das behalten wir für uns.

Symbolbild: durchgängiger Sechskantstab im digitalen Messschieber
CAD-Overlay · VermessungSymbolbild
Anwendungsfall · Ölpumpen-Antriebsstrang · SchematischBemaßung symbolisch
05

Öldruck in Millisekunden: Was wir messen, können wir simulieren.

Route 03 · Eigene Messtechnik & Software
Etwas Neues erfinden→ Eigene Messtechnik→ Messkampagnen→ Simulation

Für Öldruck gab es keine Messtechnik, die uns genügte — also haben wir eigene entwickelt, Hardware und Software. Sie zeichnet den Druck an mehreren Stellen im Motor zugleich auf, in Millisekunden-Auflösung und zusammen mit Drehzahl und Öltemperatur; tausende Stunden davon stammen aus echten Kundenfahrzeugen. Aus diesen Messreihen entstanden unser Kennwert VHFI und das 3D-Modell des Ölkreislaufs, das Sie hier selbst bedienen können.

3D-Schnittmodell des Ölkreislaufs im 2.0 TDI
Aus unserer Entwicklung

Der Ölkreislauf des 2.0 TDI — als interaktives 3D-Modell

Drehzahl regeln, Systeme vergleichen, selbst sehen, wann der Öldruck kippt. Im Browser, ohne Anmeldung.

Simulation selbst erleben

Am besten am Desktop oder Laptop erleben — auf dem Handy läuft es, wird aber schnell eng.

06

Das nächste Kapitel: aus der Blow-by-Forschung ein neues Produkt.

Route 04 · In Entwicklung
Etwas Neues erfinden→ Forschung→ CAD→ Prototypen→ Testfahrzeuge

Unsere Blow-by-Forschung hat gezeigt, wie viel Öl ein 2.0 TDI im Laufe seines Lebens tatsächlich verbrennt — und was das für Motor und Partikelfilter bedeutet. Die Antwort darauf ist keine Verbesserung eines bestehenden Teils, sondern ein eigenes, neues Produkt.

Sie durchläuft gerade unser Netz: Konstruktion, Prototypen, Testfahrzeuge. Den ersten Härtetest hat ein Prototyp hinter sich: An einem schwer geschädigten Versuchsmotor sank der Ölverbrauch von 6,7 auf 0,8 Liter je 1.000 Kilometer. Das ist Schadensbegrenzung an einem defekten Motor, keine Heilung, und noch kein Produkt.

Mehr zeigen wir, wenn es so weit ist
07

Die Technologien im Detail.

Vom Netz hierher — jede Kachel hat ihren Abschnitt

Wer aus dem Netz oben eine Technologie antippt, landet hier: kurz erklärt, was sie kann, wofür wir sie einsetzen — und warum sie den Unterschied macht. Wie CNC, PVD und Prüfung in einem Teil zusammenspielen, zeigt der Mitnehmer in Abschnitt 04.

Symbolbild: drahterodieren: gespannter Draht in der Schnittfuge eines Stahlblocks
Symbolbild · Drahterodieren
Funkenerosion

Drahterodieren: Schneiden ohne Berührung.

Was es ist

Ein hauchdünner Draht trennt Metall durch tausende Funken pro Sekunde — berührungslos, ohne Druck, ohne Verzug. Härte spielt keine Rolle: Der Funke schneidet gehärteten Stahl so präzise wie weiches Aluminium.

Wofür wir es einsetzen

Für Konturen, an die kein Fräser herankommt: scharfe Innenecken, fertig gehärtete Bauteile, Profile mit engsten Toleranzen.

Erst härten, dann in Endform schneiden — so bleibt die Präzision auch nach der Wärmebehandlung erhalten.
Symbolbild: matt PVD-beschichtete Zahnräder und Schrauben in der Vakuumkammer
Symbolbild · PVD-Beschichtung
Oberflächenveredelung

PVD: dünner als ein Haar, härter als der Stahl darunter.

Was es ist

Im Vakuum verdampfte Hartstoffe schlagen sich Atomlage für Atomlage auf dem Bauteil nieder — hauchdünne Schichten, fest verbunden mit dem Grundmaterial.

Wofür wir es einsetzen

Für Flächen, die im Motor jahrelang unter Druck, Temperatur und Reibung arbeiten. Die Schicht nimmt den Verschleiß auf, den das Grundmaterial allein nicht tragen könnte. So veredeln wir zum Beispiel den verstärkten Mitnehmer.

Härter als das Grundmaterial — bei unveränderten Einbaumaßen.
Symbolbild: 5-Achs-CNC-Fräskopf über einem Präzisionsteil
Symbolbild · 5-Achs-CNC
Zerspanung

Fünf Achsen, ein Spannvorgang.

Was es ist

Das Werkzeug bewegt sich in fünf Achsen gleichzeitig um das Bauteil — komplexe Geometrien entstehen in einer einzigen Aufspannung, ohne Umspannen zwischen den Arbeitsschritten.

Wofür wir es einsetzen

Für Präzisionsteile in Serie: Jede Umspannung wäre ein Genauigkeitsverlust. So bleibt das tausendste Teil so exakt wie das erste. Auf diesem Weg entsteht etwa der verstärkte Mitnehmer.

Genauigkeit, die man nicht nacharbeiten muss — sie entsteht im ersten Durchgang.
MMHP-Messsystem im Fahrzeug
Eigenentwicklung · MMHP-Messsystem
Eigenentwicklung

Messtechnik, die wir selbst bauen mussten.

Was es ist

Messtechnik aus eigener Entwicklung — Hardware und Software. Gebaut für den Motor im echten Betrieb, nicht für den Labortisch: Sie fährt im Kundenfahrzeug mit und zeichnet auf, was Seriensensorik nicht sieht.

Wofür wir es einsetzen

Tausende Stunden Messkampagnen in echten Fahrzeugen — die Datenbasis hinter unseren Produkten, unserem eigenen Kennwert und der Simulation auf dieser Seite.

Aus diesen Daten entstand ein eigener Kennwert — und der Simulator, den Sie oben selbst erleben können.
Symbolbild: 3D-Taster eines Koordinatenmessgeräts über einem Präzisionsteil
Symbolbild · Koordinatenmessung
Prüfung

Geprüft wird per 3D-Messung — und auf der Straße.

Was es ist

3D-Messsysteme prüfen die Geometrie. Wie sich ein Teil verhält, zeigen Testfahrzeuge im Dauereinsatz, darunter unser T5 mit CFCA-Motor: Anhängerbetrieb, Kurzstrecke im Winter, Autobahn unter Dauerlast — Alltag, den ein Prüfstand nur teilweise abbildet.

Wofür wir es einsetzen

Jede Änderung muss sich messen lassen, über mehrere Testreihen hinweg. Nicht einmal gut, sondern reproduzierbar gut — erst dann wird ein Bauteil für die Serie freigegeben.

Ein Ergebnis aus Messungen in Kundenfahrzeugen: Nach unserer Umrüstung lag die Öltemperatur im Schnitt 10 bis 15 °C niedriger (Forschung im Wiki).
CAD-Entwicklung

Jedes Bauteil entsteht zuerst vollständig digital — je nach Komplexität hunderte Stunden Konstruktion je Projekt.

Simulation

Belastungen, Strömung, Bewegung — geprüft am Rechner, bevor ein Gramm Metall zerspant wird. Ein Beispiel für Strömung: der Ölkreislauf in Abschnitt 05.

3D-Scan / Reverse Engineering

Bauteil und Bauraum digital erfasst — so begann auch der verstärkte Mitnehmer.

Materialanalyse & Bruchtest

Werkstoffe bis an die Grenze belastet — wir wissen, wann etwas bricht, bevor es der Motor erfährt.

3D-Druck-Prototypen

Ideen früh in der Hand — der Entwicklungsprozess bleibt schnell und dynamisch.

Teardown & Ursachenanalyse

Wir kaufen Motoren, um sie zu zerlegen — Ursachen verstehen statt Symptome tauschen (Forschung, Abschnitt 03).

08

Was Sie hier nicht lesen: Werte und Konstruktionen.

Werkstoffe, Wärmebehandlung, Beschichtungsparameter, Prüfwerte: Die Antworten auf die interessantesten Fragen sind Betriebsgeheimnisse. Nicht aus Verlegenheit — aus Erfahrung mit Nachahmern.

Diese Seite kratzt deshalb bewusst nur an der Oberfläche. Die Tiefe steckt in den Produkten — und im eGuide, den unsere Kunden nach dem Kauf erhalten.

Werkzeichnung · Maße unterliegen dem Know-how-Schutz
09

Die Komplettlösung mit eGuide.

Am Ende jedes Weges steht kein einzelnes Teil, sondern eine durchdachte Gesamtlösung: so konstruiert, dass sie weltweit eingebaut werden kann — vom Profi wie vom versierten Schrauber. Mit allem, was dazugehört, bis hin zu Einmalwerkzeugen, die genau für diesen einen Einbau entwickelt wurden.

Baustein 1

Durchkonstruiert bis zum Werkzeug

Jede Komponente in der richtigen Spezifikation, jede Lieferkette qualifiziert — inklusive Einmalwerkzeugen, wo der Einbau sie braucht.

Baustein 2

Der eGuide

Nach dem Kauf öffnet sich der interne Bereich unseres Wissensportals: die Montage Schritt für Schritt — plus Know-how aus der Entwicklung, das über das Produkt hinaus für Standfestigkeit sorgt.

Baustein 3

Support von den Entwicklern

Wenn nach dem Einbau Fragen auftauchen, antwortet kein Textbaustein — sondern das Wissen derer, die das Produkt gebaut haben.